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Abruf von Bundesmittel für lokale Bevölkerungsschutzprogramme gefordert

Nach dem Beschluss des Bun­des­ta­ges und des Bun­des­ra­tes über das Finan­zie­rungs­pa­ket zur Sicher­heit mahnt die Bür­ger­initia­ti­ve “Unse­re Alt­stadt” auch für die Koblen­zer Alt- und Innen­stadt den Abruf von Bun­des­mit­tel für eine erwei­ter­te Kon­zep­ti­on eines loka­li­sier­ten Bevöl­ke­rungs­schutz­pro­gram­mes an. Hier­bei soll­te es nicht nur um den Schutz der Bevöl­ke­rung, son­dern zugleich auch um Kon­zep­te zum Schutz der Kul­tur­gü­ter gehen. “Denn”, so die Bür­ger­initia­ti­ve, “es geht um äuße­re Ein­wir­kun­gen, hybri­de Ertüch­ti­gung, Vor­sor­ge bei Strom­aus­fäl­le, Sicher­stel­lung der Trink­was­ser­ver­sor­gung, Ver­sor­gung bei Natur­ka­ta­stro­phen und vie­les mehr”.

Dazu wür­de unter ande­rem die Ertüch­ti­gung von Tief­ga­ra­gen, Kel­ler und dem Bun­ker Her­let an der Nagels­gas­se sich anbie­ten. Gera­de der Bun­ker, der nach Medi­en­be­rich­ten noch in Tei­len intakt ist, und der­zeit vom Inves­tor nicht genutzt wird, böte sich als Rück­kauf­ob­jekt zur Ertüch­ti­gung der Sicher­heit beson­ders an. Zudem könn­te, auch im Zusam­men­spiel mit dem der­zei­ti­gen Besit­zer und Inves­tor, die Idee einer mul­ti­struk­tu­rier­ten Nut­zung ana­log dem Kon­zept “Grü­ner Bun­ker Feld­stras­se St. Pau­li” ange­dacht wer­den (Nut­zung als öffent­li­cher Raum / Dach­ter­ras­se, Wohn- oder Hotel­ein­heit und Schutz­raum).

Vie­les ist von der Stadt­ver­wal­tung schon auf den Weg gebracht (z. Bsp. Die Ertüch­ti­gung der Warn­ket­ten / Sire­nen), aber eine umfas­sen­de Kon­zep­tio­nie­rung ist jetzt auf­grund der ein­gangs erwähn­ten Finanz­mit­tel mög­lich.

Schon im April des letz­ten Jah­res hat­te sich die Bür­ger­initia­ti­ve mit einem ähn­li­chen Plan an den Ober­bür­ger­meis­ter, die Bun­des­wehr und das Bun­des­amt für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hil­fe gewandt. “Ein Jahr spä­ter”, so die BI in ihrer Ein­schät­zung, “wäre das sinn­vol­ler den je und könn­te zugleich als Pilot für das gesam­te nörd­li­che Rhein­land-Pfalz gel­ten. Da die Debat­te um die Ver­tei­lung jetzt schon Fahrt auf nimmt, wäre es gut, wenn die Stadt Koblenz sich dem The­ma zügig annimmt.”